Das Gegenteil von Liebe ist Hass.
Vielleicht stimmt das.
Immerhin kann man eine Person im Hass wohl genauso zerstören, wie man sie in der Liebe aufbauen kann.


Das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit, sagt Google.
Vielleicht stimmt das.
Wenn ein Paar nicht mehr streitet, nicht mehr kämpft, ist das nicht ein Zeichen, dass die Liebe ausgezogen ist?


Das Gegenteil von Liebe ist Erwartung.
Vielleicht stimmt das.
Jemanden zu lieben, der eigene Erwartungen erfüllt oder gar übertrifft, ist einfach.
Jemanden zu lieben, der nichts so tut, wie man es sich wünscht oder ihm geraten hat, einem nichts geben kann/will/wird, das ist eine Kunst.


Liebe, die sich nicht begründen lässt, setzt frei.
Liebe, die geduldig wartet, setzt frei.
Liebe, die nicht erzwungen wird, setzt frei.


Liebe setzt frei.


Manche Menschen sind nicht frei.
Sie fühlen sich aber nicht gehasst.
Ihr Partner ist auch nicht gleichgültig.
Ja, sie fühlen sich geliebt.
Aber werden sie manchmal mit Erwartungen gefesselt?!

© Annika Hock, Mai 2019

Dies ist ein Text, den ich kürzlich geschrieben habe. Immer wieder bin ich überrascht und geschockt, wie viele Mädels und Frauen sich Männer suchen, die sie unwürdig behandeln. Faszinierend, wie sie dabei in der Lage sind, sich die scheinbar größten Arschlöcher schön zu reden und manchmal über Jahre hinweg nach dem weichen Kern suchen, von dem sie sich und ihren verständnislosen Freunden wie ein Mantra immer wieder erzählen, dass es ihn wirklich gibt. Ich selbst habe das auch erlebt und es hat mich einiges gekostet, als mir das bewusst geworden ist. Viel Spaß mit dem Text. Falls du mir Feedback geben willst, schreib mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Sie hat ihn vor einer Bar kennengelernt, er hatte sie nach Feuer gefragt.
Er war schon recht angetrunken gewesen und hatte ihr einen Klaps auf den Hintern gegeben.
Und irgendwie hatte er sie so liebevoll angelächelt.

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Er ist auch den ganzen Tag für sie da, der Gute, er sitzt auf ihrer Couch.
Macht ihr Komplimente zu ihren Brüsten und ihrem Arsch und bedankt sich, wenn sie ihm ein Dosenbier zuschmeißt.
Ach, er ist ja so höflich.

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Unternehmen will er nicht so viel, die meiste Zeit verbringen sie im Bett.
Doch das lohnt sich. Sex mit ihm ist abenteuerlich und wild, manchmal bringt er Nadine dazu,
Dinge zu tun, die sie sonst wohl eher nicht gemacht hätte. Ach naja.

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Ihre Freunde kennen ihn noch nicht, aber das ist wohl besser so.
Denn nach allem, was sie ihnen erzählt hat, sagen sie, er passe nicht zu ihr.
So eine Frechheit! Irgendwie scheint niemand das gute Herz ihres Mackers so zu sehen wie Nadine. Das nervt sie.

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Ja, er musste sich nicht gerade um sie bemühen, er räumt seinen Ramsch nicht weg und lässt sich von ihr bedienen. Aber Prinzen gibt’s doch heute eh nicht mehr! Oder?

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Neulich hat er sie geschlagen. Aber das war ein Versehen. Er hat sich entschuldigt, er habe ein Aggressionsproblem. Nadine versteht das. Niemand ist perfekt.

Nadine ist glücklich? Hmm… Sie hat doch schließlich einen neuen Freund.

Manchmal abends, wenn sie neben ihm liegt, den Kopf an seine behaarte Brust geschmiegt und seinem Schnarchen lauscht, fragt sie sich: Hätte es eine Alternative gegeben? Oder: Haben meine Freunde recht? …Nein!

Nadine ist glücklich. Sie hat einen neuen Freund.

Und irgendwann wird jeder erkennen, was für ein toller Kerl das ist!
Und dann ist Nadine richtig glücklich!

© Annika Hock, April 2019

Ich will ehrlich sein. Seit Anfang diesen Jahres steht es auf meiner To-Do-Liste, dieses simple Wort: Blog. Ich bin ein totaler To-Do-Listen-Fan, was nicht verwundert, wenn man mich näher kennt, denn Ordnung und Kontrolle sagen mir sehr zu. xD

Zwar gehöre ich auch zu der Sorte Menschen, die sich von vorneherein mehr Dinge zu erledigen aufschreiben als überhaupt schaffbar und das meiste geflissentlich abarbeiten, aber dieser eine Punkt blieb in den letzten 4 Monaten bestehen, brannte sich ein. Oh ja, definitiv hatte ich schlaflose Nächte deswegen. ;)

Wie beginnt man einen Blog? Was will man erzählen? Gibt es nicht so viele Blogs, Youtube-Channels, Instagram-Profile, gefühlt ist doch alles abgedeckt... Für was will ICH meine Stimme erheben? Irgendwie klingt diese Frage wahnsinnig gewichtig und angsteinflößend. In etwa so, wie wenn man in der Schule gefragt wurde "Wo wird deine berufliche Zukunft sein?" und man gleich noch ein bisschen tiefer hinter die Tischkante rutschte.

Ich bin noch nie jemand gewesen, der "hier" schreit, wenn es darum geht, Reden auf Familienfeiern zu halten. Hin und wieder habe ich mich maximal zum Singen auf die Bühne getraut (vielleicht auch mal hier ;)). Irgendwie hatte ich erwartet, dass es mir leichter fallen würde, Dinge mitzuteilen, wenn ich mich dabei hinter einem Monitor verstecken kann. Schließlich habe ich schon immer gern geschrieben, es fiel mir eigentlich nicht schwer. Als Teenager habe ich mir regelmäßig schöne Notizbücher gekauft und diese dann einfach vollgeschrieben, die Romane flossen nur so aus mir heraus (Ich steh auf Liebesromane <3).

Tja, und dann wird man älter und lernt das Plotten, also Planen, einer Geschichte und seine Ideen zu hinterfragen und, ach, man wird einfach erwachsen... Man wird weiser, lebenserfahrener, aber man wird auch vorsichtiger und kritischer. Moment mal und dabei bin ich erst 24! Oh oh! xD

Ich habe nun 4 Monate reiflich gegrübelt, worum es in diesem Blog geht und was meine Stimme ist und tadaaaa... eine Antwort gefunden: Ich bin mir nicht sicher. Wenn du also hoffst, hier Kochrezepte, Filmtipps, Kurzgeschichten oder Gedichte zu finden, dann kann ich dir sagen: Ja. Was davon? Na, vielleicht alles. Ich schreibe, male, singe und koche gern, bin offen für Neues und sehr begeisterungsfähig für die schönen Dinge des Lebens. Ich bin fest entschlossen, hier zu teilen, was mir auf dem Herzen brennt und gespannt auf Feedback. Wenn ich dich begeistern kann, selbst kreativ zu werden, freut es mich.

Für mich ist das hier nun wie ein Abflug in ein unbekanntes Land. Diesen Blog zu schreiben wird eine Reise. Ich freue mich, wenn du mich begleitest. Ich bin gespannt, was wir erleben werden.

Unbekannte Grüße, Annika

 

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27. April 2019
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